Ausstellungen

Petra Mosshammer – „Kraftfutter”

Petra Mosshammer – „Kraftfutter”

Nach einem kompletten Pharmazeutischen Studium, verlässt Petra Moßhammer 1991 das Gelände dieser Wissenschaft, um sich ihrer eigentlichen Profession ...

mehr lesen

Liebe Freunde unserer Galerie, besuchen Sie unsere aktuelle Ausstellung:

Petra Mosshammer – „Kraftfutter”

Nach einem kompletten pharmazeutischen Studium, verlässt Petra Moßhammer 1991 das Gelände dieser Wissenschaft, um sich ihrer eigentlichen Profession der Kunst zuzuwenden. Sie findet eine Art Seelenverwandtschaft in dem in Nürnberg lehrenden Johannes Grützke, einem kompromisslosen Maler, der ihrem Blick Auf die Welt entspricht. Die Voraussetzung für einen Künstler, der sich an der Realität misst, ist das Sehen. Dieser Blick ist der entscheidend für die Wiedergabe, das Abbild. Wir sehen alle dasselbe aber im Gehirn trifft das Gesehene auf Bewertungen und Urteile, die dann bei den Betrachtern unterschiedlich ausfallen.

Sie bekommen im besten Sinne Charakter. Im Reifeprozess der Auseinandersetzung entwickelt der Künstler seinen ihm eigenen unverkennbaren Strich an dem er dann zu erkennen ist. Petra Moßhammer hat eine rasante Entwicklung hinter sich. Innerhalb weniger Jahre hat sie ihr Talent in eine Meisterschaft der Malerei eingebracht. Dabei hat sie ihre Arbeiten mit einem Duktus versehen, die den Lehrmeister nicht verleugnet aber deutlich davon getrennt ist. Der Blick auf den Malausschnitt, die hemmungs- und furchtlose Auswahl der Motive ist ähnlich. Die Fähigkeit setzt Malvermögen voraus. Wenn man Musik machen will, ist es notwendig, Instrumente völlig zu beherrschen, damit selbst die Schwierigsten Tonfolgen umgesetzt werden können. In der Kunst des Malens ist es ähnlich. Wenn man Grenzen in der Darstellung hat, können sie nur schlecht oder gar nicht stattfinden.

Malerei

Sigurd WENDLAND und Ben KAMILI
Neue Bilder - Malerei

Zur Ausstellung in der Galerie Steinlötter erscheint ein umgangreicher Katalog,
96 Seiten , gebunden 28 x 24 cm, Verkaufspreis 20.- €

mehr lesen

Sigurd WENDLAND und Ben KAMILI
Neue Bilder

04.04.2011 -  Mai 2011

Zur Ausstellung in der Galerie Steinlötter erscheint ein umgangreicher Katalog,
96 Seiten , gebunden 28 x 24 cm, Verkaufspreis 20.- €

VITA SIGURD WENDLAND
1949 geboren in Münster
1969-73 Malereistudium Kölner Werkschule bei Dieter Kraemer
1973-81 Hochschule der Künste, Berlin, Meisterschüler bei Fred Thieler, Lebt und arbeitet seit 1982 mit Unterbrechungen in Berlin.

1990 Atelier in Amsterdam
1991 Atelier in Potsdam
1992 Atelier in Köln
1998 Atelier in Lissabon
1999 Atelier in Amsterdam
2000 Atelier in Lissabon
2000 in Trentino
2000-2002  in Köln
2010 in Amsterdam

Veröffentlichungen:
1986 "Moabit, Licht und Schatten" exposeVlg
1987 "Berliner Geisterbahn" expose Vlg
1988 DIE AKTION, Nautilusvlg
1995 "Heimatbilder"
1997 Atelier im Meisenbachhaus,
1998 Trabahos Lisboas, Lissaboner Arbeiten,
2001 PROBEN Skizzen zu La Intolleranza von P. Konwitschny,
2003 Tendenziöse Großstadtkunst (mit Gabriel Heimler)
2005 Von Birken und Menschen, Die Villa Leipzig
2006 Verein Berliner Künstler
2007 Malen im Kampfanzug
2011 Nackte Gewalt

Einzelausstellungen (Auswahl)
Galerie am Savignyplatz Berlin, Galerie Rose Hamburg, Haus am Lützowplatz Berlin, Galerie Weinand-Bessoth Saarbrücken, Villa Ichon Bremen, Galerie de drij Gratien Amsterdam, Städt. Galerie Kaunas, Litauen, Werkladen Köln, Galerie Samtleben Potsdam, Stadtgarten Köln, Museum Ermelerspeicher Schwedt, Rathaus Schöneberg Berlin, Galerie Art Constant Lissabon, Galerie Lufcik Warschau, Deutsche Oper Berlin, Kommunale Galerie Berlin, Galerie Romstedt Potsdam, Galerie Giessler, Berlin, Galerie Ludwig Lange Berlin, Die Villa Leipzig, Galerie Engler Berlin, Kunstverein Lothringen Bochum, Forum Kunst&Architektur Essen, Realisme21 Amsterdam, Galerie Steinrötter Münster, Kleine Orangerie Schloss Charlottenburg, Berlin

Neue Bilder

Thorsten KAMBACH
Neue Bilder

18.02.2011 -  April 2011
Fotos: Erika Kambach

mehr lesen

Thorsten KAMBACH
Neue Bilder

18.02.2011 -  April 2011
Fotos: Erika Kambach

Zeichnungen, Holzschnitte, Radierungen, Kalligraphien

Albert Schindehütte
Zeichnungen, Holzschnitte, Radierungen, Kalligraphien

29.01.2010 -  April 2010

mehr lesen

Albert Schindehütte
Zeichnungen, Holzschnitte, Radierungen, Kalligraphien

29.01.2010 -  April 2010

Bell`ami

Karin Szèkessy
Bell`ami

07.06.2009 -  August 2009

mehr lesen

Karin Szèkessy
Bell`ami

07.06.2009 -  August 2009
 
Für einen Galeristen ist die Zusammenarbeit mit den Künstlern das Wichtigste. Im günstigen Fall kommt eine Schar von Käufern dazu, finanziert die Werke durch Ankauf und wird wichtiger Bestandteil dieser Symbiose. Eine Steigerung dieses Verhältnisses ist die Seelenverwandtschaft zwischen allen Beteiligten – mit Karin Szekèssy verbindet mich nicht nur meine Bewunderung für sie als Künstlerin sondern ihre Sichtweise des Lebens, das sie unverwechselbar fotografisch dimensioniert. Insbesondere sprechen wir beide Hund und sind uns einig in der Zuneigung zu dem frühesten Evolutionsbegleiter unserer Herkunft, in der langen Menschheitsgeschichte.

Das vorliegende Buch zeigt liebevoll ein Spektrum von Lebensituationen, in denen die Künstlerin Karin Szekèssy Hunden begegnete. Sie begibt sich dabei auf eine Betrachtungsebene bei der nicht mehr eindeutig ist, wer hier wen beobachtet. Die Kamera verliert ihre Technik und ersetzt diese durch einen Seelenblick, der schnell, im Sekundenbruchteil, einen Einblick in dieses Beziehungsgeheimnis von Mensch und Hund gewährt. Die Distanz verliert an Zwang und die Nähe wird spielerisch, angenehm und zeitlos.

Die Photographien entstanden eigentlich eher nebenbei, denn im Zentrum ihrer Arbeit stand für Karin Szekèssy in der Regel ein anderer Auftrag oder Ansinnen. Aber natürlich konnte sie diesen Blick auf die Freunde nicht auslassen. Wie wir sehen, hat sie immer ein verständiges Auge auf sie und wir profitieren davon in diesem Buch.
 
Das Buch "Bell`ami" kann jederzeit in der Galerie Steinrötter bestellt werden (78,--€).

Tel. 0251 / 44400
E-Mail: info@steinroetter.de

"Menschen und Räume - das große Format"

Klaus Fussmann
"Menschen und Räume - das große Format"

18.01.2009 -  März 2009

mehr lesen

Klaus Fussmann
"Menschen und Räume - das große Format"

18.01.2009 -  März 2009

Man kann die Tatsache, dass die moderne und zeitgenössische Kunst das Thema Schönheit oder Schöne Künste nahezu ausklammert, auf breiter Basis bedauern. Klaus Fußmann hat insofern recht, wenn er beklagt, dass die Ausrichtung in der heutigen Kunst eine allzu einseitige ist: ”Auch die bildende Kunst ist in einen Strudel hineingeraten. Auf den Gemälden sieht man jetzt viel Blut fließen, Beile werden geschwungen, Panzer schießen aufeinander. Chaos von Dingen und Menschen auf den Bildern. Chaos herrscht auch im Formalen: Die Pinselzüge sind zwar wütend hingesetzt, aber dafür auch schwach und unpräzise, die Farben meist zu schrill oder versumpft.”

Die Diagnose des leidenschaftlichen Malers ist selbstverständlich richtig gestellt, da heute im Medium von Abstraktion und Figuration vielfach unqualifizierte Beiträge in der bildenden Kunst registriert werden können. Die Last, die man hiermit hat, ist umso größer, als auch Museen von Präsentationen gänzlich schwacher Arbeiten sich nicht ausnehmen. Die Freiheit in der bildenden Kunst ist unendlich - und hierin liegt wohl auch die Gefahr.

Tayfun Belgin

"Aktuelle Hintergründe"

Johannes Grützke
"Aktuelle Hintergründe"

28.09. -  31.12.2008

mehr lesen

Johannes Grützke
"Aktuelle Hintergründe"

28.09. -  31.12.2008

"Pastelle"

Wunderlich
"Pastelle"

Malerei und Sklupturen 08.06. -  20.07.2008

mehr lesen

Wunderlich
"Pastelle"

Malerei und Sklupturen 08.06. -  20.07.2008

"Tränen der Dankbarkeit"

Marta Volkowa und Slava Shevelenko
"Tränen der Dankbarkeit"

13.10. -  30.11.2007

mehr lesen

Marta Volkowa und Slava Shevelenko
"Tränen der Dankbarkeit"

13.10. -  30.11.2007

"Sommer Salon 2007"

"Sommer Salon 2007"
Künstler der Galerie in Petersburger Hängung
 
01.09. -  30.09.2007

mehr lesen

"Sommer Salon 2007"
Künstler der Galerie in Petersburger Hängung

Raum 1 "Frauenbilder"
Raum 2 "Junge Künstler der Galerie"
Raum 3 "Anke Feuchtenberger: weh weh weh Supertraene de"
Raum 4 "Klassiker"
 
01.09. -  30.09.2007

"WehWehWeh.Supertraene.de"

Anke Feuchtenberger
"WehWehWeh.Supertraene.de"

07.07. / 25.08.2007

mehr lesen

Anke Feuchtenberger
"WehWehWeh.Supertraene.de"

07.07. / 25.08.2007

"40 Jahre Galerie Steinrötter"

"40 Jahre Galerie Steinrötter"
Vorstellung von Katalog und Edition "40 Jahre Galerie Steinrötter"

02.06. / 03.06. - 5.07. 2007

mehr lesen

"40 Jahre Galerie Steinrötter" und Vorstellung von Katalog und Edition "40 Jahre Galerie Steinrötter" mit Beiträgen von Wunderlich, Bremer, Tripp, Weitzmann, Szekessy, Feuchtenberger, Ricci, Troschke, Vennekamp, Billib, Fussmann, Malchow, Vaccari etc.
2. und 3. Juni 2007

1967 - 2007
 
02.06. / 03.06. - 5.07. 2007

"Der Aufstand der Dinge"

Carsten WEITZMANN
"Der Aufstand der Dinge"

18.03. - April 2007

mehr lesen

Carsten WEITZMANN
"Der Aufstand der Dinge"

18.03. - April 2007

„Der Aufstand der Dinge“

Die Welten in die uns Carsten Weitzmann immer wieder entführt, sind vielfältig, ständig im Wandel. Der Künstler konfrontiert uns mit Situationen, Phantasien und Gesichtern die er im Dickicht der auf uns einstürzenden Bilder sucht und findet. Der Weg den seine Auseinandersetzung mit diesen Bildern in den letzten Jahren genommen hat, ist bemerkenswert.

Erst begannen sich die klaren gerasterten Bilder mit einem neuen, freieren malerischen Strich zu mischen, dann entschwanden die Damen und Herren kurzfristig mit all ihren Wünschen und Träumen im Dschungel, einer freundlichen gemütlichen grünen Hölle.

Im letzten Jahr begann eine Armee kleiner, bunter Teddybären Carsten Weitzmanns Atelier in Beschlag zu nehmen. Dort treiben sie weiterhin ihr Unwesen, ein lustig-grausames Unwesen. Der Künstler selber sagt, das aus dem „Suchen und Finden“ von Bildern aktuell ein „Erfinden“ von Bildern geworden ist.

Etwas ganz Entscheidendes tritt an dieser Stelle in seiner Malerei jedenfalls deutlich in den Vordergrund – die Ironie, der Witz. Ich finde ohne zumindest ein kleines Augenzwinkern kommt Kunst schwer aus. Natürlich darf man einen Witz gut verstecken und die Ironie maskieren, fehlt sie aber ganz, hat man ein Problem. Oder aber der Künstler.

Bei diesen Bildern ist es so wie auch mit einer guten Geschichte – sie machen Freude, sie bringen zum Lachen, aber sie sind deswegen nicht ohne bitteren Ernst, tieferen Sinn, vielschichtige Symboliken. Diese Dinge sind alle vorhanden, mal besser versteckt, mal deutlicher zu erkennen.

Ich wünsche Ihnen in diesem Fall eine besonders spannende, lustvolle Unterhaltung und viel Spaß mit den vielen Dingen die den Aufstand proben.

Kolja Steinrötter
 

"FLUG + TRUG"

Uwe BREMER
"FLUG + TRUG"

04.02. - März 2007

mehr lesen

Uwe BREMER
"FLUG + TRUG"

04.02. - März 2007


Heterotischer Futurismus

Der Heterotische Futurismus ist die Kunstrichtung, die in der Gewißheit um das ständige Anwachsen der Entropie im Universum ihren Ursprung hat.

Vertreter des heterotischen Futurismus nennen sich Entropisten.

Der quantentheoretischen Unschärferelation begegnet der Entropist mir scharfgezogenem Pinselstrich.

Ein heterotisches Kunstwerk ist ein Abnäher am Busen des sich stetig verfilzenden Gewebes der Raumzeit.

Die Vergangenheit ist dem Entropisten gegenwärtig.
Der Zukunft enteilt er durch Schleusen in imaginärer Zeit.

Der Entropist schätzt Singularitäten.
Schwarze Löcher sind seine Gehäuse.
Seine Fesseln sind kosmische Strings.
Sein aviatorischer Weg folgt der Krümmung des Raumes.

Zweiflern begegnet der Entropist mit fraktalem Stolz.

Der heterotische Futurismus ist die Aufsummierung von Möglichkeiten auf dem Sperrholz der kosmischen Hintergrundstrahlung.

Uwe Bremer

Aus:
Uwe Bremer:
"Aviatika. FLUG + TRUG.
Ordnung und Entropie."

"Photographie"

Karin Szekessy
"Photographie"

Eröffnung 11.11.2006

mehr lesen

Karin Szekessy
"Photographie"

Eröffnung 11.11.2006

 "Arbeiten auf Papier"

Georg Voß
"Arbeiten auf Papier"

Eröffnung 24.09.2006

mehr lesen

Georg Voß
"Arbeiten auf Papier"

Eröffnung 24.09.2006

"Sommer Salon 2006"

"Sommer Salon 2006"
Künstler der Galerie in Petersburger Hängung

15.08. -  30.09.2006

mehr lesen

"Sommer Salon 2006"
Künstler der Galerie in Petersburger Hängung

15.08. -  30.09.2006

"Rückkehr nach Humi"

Pit Morell
"Rückkehr nach Humi"

Eröffnung 25.06.2006

mehr lesen

Pit Morell
"Rückkehr nach Humi"

Eröffnung 25.06.2006

"Wie man ein blindes Auto fährt"

Stefano Ricci
"Wie man ein blindes Auto fährt"

Eröffnung 07.05.2006

mehr lesen

Stefano Ricci
"Wie man ein blindes Auto fährt"

Eröffnung 07.05.2006

"Long Pieces"

Gregor Hiltner
"Long Pieces"

Eröffnung 05.02.2006

mehr lesen

Gregor Hiltner
"Long Pieces"
Eröffnung 05.02.2006

"Bilder von Unterwegs"

Klaus Fussmann
"Bilder von Unterwegs"

Eröffnung 06.11.2005

mehr lesen

Klaus Fussmann
"Bilder von Unterwegs"

Eröffnung 06.11.2005
Bis 31.01.2006

"Ex-zentrische Farbräume"

Günter Malchow
"Ex-zentrische Farbräume"

Vom 11. September bis Ende Oktober 2005

mehr lesen

Günter Malchow
"Ex-zentrische Farbräume"

Vom 11. September bis Ende Oktober 2005

"Three Ways Out"

Kristian von Hornsleth, Carsten Weitzmann, Jaroslav Kourbanov
"Three Ways Out"

Eröffnung 02.07.2005

mehr lesen

Kristian von Hornsleth, Carsten Weitzmann, Jaroslav Kourbanov
"Three Ways Out"

Eröffnung 02.07.2005

"Drei Welten"

Anke Feuchtenberger, Dorothee Bachem, Annette Besgen
"Drei Welten"

Eröffnung 30.04.2005

mehr lesen

Anke Feuchtenberger, Dorothee Bachem, Annette Besgen
"Drei Welten"

Eröffnung 30.04.2005

"Die andere Sicht"

Paul Wunderlich
"Die andere Sicht"

Eröffnung 06.11./ 07.11.2004

mehr lesen

Paul Wunderlich
"Die andere Sicht"

Eröffnung 06.11./ 07.11.2004

November 2004 - Juni 2005

Zur Ausstellung sind ein Katalog sowie eine Edition erschienen.

"Sommer Salon 2004"

"Sommer Salon 2004"
Künstler der Galerie in Petersburger Hängung
Juli, August und September 2004

mehr lesen

"Sommer Salon 2004"
Künstler der Galerie in Petersburger Hängung
Juli, August und September 2004

"Dreams & Miracles"

Slava Shevelenko und Marta Volkowa
"Dreams & Miracles"

Eröffnung 24.04.2004

mehr lesen

Slava Shevelenko und Marta Volkowa
"Dreams & Miracles"

Eröffnung 24.04.2004


Marta und Slava

„Ein Traum, in dem Ihnen die eigenen Knie zu groß erscheinen, verheißt baldiges Glück.“ Traumdeutung war schon immer ein schwieriges Geschäft. Symbole spazieren über Metaphernbrücken in surrealen Räumen und sollen am Ende noch etwas Sinnvolles über das sogenannte wirkliche Leben aussagen. Umso absurder nimmt sich die prosaische Rückübersetzung der komplexen Traumbildgefüge in die einfache Essenz angeblicher Bedeutung aus. „Ein im Traum gesehener Schlauch ist ein Symbol Ihres literarischen  Talents und Ihrer künftigen Erfolge auf diesem Gebiet.“ Solchen Sätzen in dem „Handbuch der Traumdeutung“ fehlen schlichtweg alle athmosphärischen Zutaten und räumlichen Bilder, die aus einer ans Absurde grenzenden Banalität jenes komplexe Gefüge machen, was uns tatsächlich etwas über uns und unser Leben mitteilen kann.

Noch absurder wird es, wenn die Bilder zu den Sätzen einfach nur die Sätze, nicht mehr die Träume illustrieren. Slava Shevelenko holt seine Bilder zu dem „Handbuch der Traumdeutung“ nicht aus der Phantasie, sondern aus dem Alltag, jener linearlogischen Praktikabilität, mit der wir uns durch die Welt bewegen, ohne Umwege nehmen zu müssen. What You see is what You get: „Wenn Sie im Traum einen Hammer in die Hand nehmen, dann denken Sie mal darüber nach, ob Sie sich anderen nicht zu sehr aufdrängen” illustriert er mit zwei Männern, die sich mit ausdrucksloser Miene mit einem Hammer beschäftigen.

Mit geradezu stoischer Unbekümmertheit bebildert Shevelenko die Traumdeutungen mit den Motiven. Er unterläuft damit die für den Traum charakteristische Verschränkung von Motiv und Symbol, von Realitäts- und Bedeutungsebenen, wodurch eigenartigerweise eine Verschiebung entsteht. Denn gerade dort, wo man tiefere Bedeutungsebenen erwartet, führt seine prosaische Umsetzung ins Leere: die Bilder werden absurd.

Traumdeutung ist die Kunst der Interpretation von Bildern, nicht von Fakten, und eignet sich damit gut als Spiegel der Kunst. Denn auch die Kunst beruht nicht auf der Faktizität der Bilder, sondern auf ihrer Variabilität, nicht auf der Eindeutigkeit, sondern auf der Vieldeutigkeit. Das unterscheidet sie von der Illustration, die einen Sachverhalt lediglich anschaulich macht, ohne ihn dem Kausaldenken zu entziehen und damit anderen Sinnzusammenhängen zu öffnen.

Diesen anderen Sinnzusammenhängen nähern sich Slava Shevelenko und Marta Volkova jedoch in einer unorthodoxen Art und Weise: Statt nämlich in den Bildern durch surreale Verschränkungen künstlerisch künstlich Sinnzusammenhänge zu erzeugen, nehmen sie ihr Material beim Wort. Während Shevelenko die Traumdeutungen auf ihre Motive reduziert und diese konsequent alltäglich inszeniert, spinnt Volkova motivische Fäden so lange weiter, bis sie im Bild miteinander kollidieren und dadurch tatsächlich surreal anmutende Konstellationen produzieren.

„Die Schatzinsel“ beispielsweise zeigt einen liegenden weiblichen Rückenakt vor einer weiten Bucht Dali'scher Prägung, deren Strand von zwei Straßenfegern in aussichtsloser Anstrengung gereinigt wird. Dabei ist es eigentlich konsequent, Sand mit Schmutz zu verbinden und nach dieser Logik Straßenkehrer an ein Ufer zu versetzen. Nach vorne schließt das Bild mit einer bunten Reihe von Wackelpuddings ab, die wie ein Kommentar der rubinesken Rundungen des Rückenaktes wirkt: ein verheißungsvolles Schlaraffenland, in dem das klassische Motiv des weiblichen Rückenaktes in einen spielerischen Sinnzusammenhang gestellt wird, der sich von den  Inhalten der Hochkunst fundamental unterscheidet. Vor dem Hintergrund der Zitate eines Hochkunstmotives und der Dali'schen Traumlandschaft mit Ziffernblatt, nimmt sich diese prosaische Bedeutubgssuggestion ganz besonders absurd aus: denn auch hier erwartet man, ähnlich wie bei Shevelenkos Traumillustrationen, allein  schon aufgrund des Kontextes feierlichen Respekt vor den Motiven der Hochkunst und eine surrealistische Beschwörung des Unbewussten. Was man hingegen sieht, sind spielerische Assoziationen und konsequent zu Ende gedachte Handlungen, die beides, das surrealistische Symboldenken und die kausalorientierte Weltordnung, gleichermaßen unterlaufen.

In einem weiteren Bild von Marta Volkova, „Über ein Mädchen und ihre Gewohnheiten“, blickt ein weiblicher Rückenakt mit dem Fernglas auf das Meer, das als Poster an der Wand hängt. Ein daneben stehender Eimer legt nahe, dass sie durch ein frisch geputztes Fenster blickt. Jede Handlung birgt  für sich genommen  eine gewisse Logik: der Blick aufs Meer suggeriert einen Blick durchs Fenster, was von dem Eimer noch gestützt wird. Der weibliche Rückenakt, der in der Hochkunst in stiller Selbstgenügsamkeit auftaucht und nur geringfügig von mythologischen oder biblischen Geschichten inhaltlich legitimiert wird, wird dieser Selbstgenügsamkeit entrissen und in einen „sinnvollen“ Handlungszusammenhang eingebettet. Was sonst erstarrte Pose ist, wird in gewöhnliches Tun uminterpretiert. Gleichzeitig wirkt der Akt wie ein „Bild im Bilde“, wie ein vor einer bunten Tapete hängendes Poster, und verweist damit auf seinen ikonenhaften Status im Bilderschatz der Hochkunst. Darüber hinaus fungiert dieses „Bild im Bilde“ aber auch wie ein Kommentar zu dem allen kausallogischen Zusammenhängen überlegenen Status der Kunst selbst. Denn  und damit schließt sich der Kreis  es ist die Kunst, die Freiräume schafft.

Die Freiräume, die Marta Volkova und Slava Shevelenko mit ihrer Kunst schaffen, sind keine kompliziert surrealistisch-künstlichen, sondern Resultate der Realität.Indem beide Gedanken  konsequent  zu Ende denken, Posen in Handlungen überführen und Motive beim Wort nehmen, entstehen Bilder, die die Grenze linearlogischen Denkens aufzeigen. Ihre Vorgehensweise erinnert an eine kindliche Unmittelbarkeit, mit der ihr eigenen Logik Dinge zu Ende zu führen und erst dadurch auf die Widersprüche einer dem Kausalitätsdenken verhafteten Erwachsenenwelt zu stoßen. Diese Unmittelbarkeit ist auf ihre Weise ganz logisch und eröffnet dadurch einen Raum für eine nicht irrational verstandene Phantasie. Phantasie nämlich bedeutet Freiheit, sich in Räumen zu bewegen, die nicht nur Vorstellungen, sondern auch Handlungen überhaupt erst ermöglichen. Und diese Phantasie scheitert meistens an einer Logik, die sich der so genannten Ordnung der Welt verpflichtet glaubt.

Volkova und Shevelenko haben sich ein Stückchen dieser kindlichen Unbefangenheit, ihren ursprünglichen Zusammenhang und ihre Kraft zur Konsequenz, bewahrt. Das zeigt sich auch im Umgang mit den kulturellen Produkten. Als Russen scheinen sie die zwei vollendetsten Formen kultureller Repräsentation im Westen  die Werbung und die Hochkunst  besonders unbefangen und diese gleichzeitig durch die stark propagandisierte eigene Kultur auch besonders kritisch wahrzunehmen. Doch nähern sie sich ihnen in eben jener kindlich-stringenten Art und Weise, die sie sowohl von einem dezidiert medien- oder sozalkritischen Ansatz unterscheidet wie auch von der Soz-Art, der aufatmend-respektlosen Verwertung des postsozialistischen Bilderbergs nach dem Wegfall des ideologischen Ballastes. Nicht von außen, sondern von innen führen Marta Volkova und Slava Shevelenko das vermeintliche Ordnungsgefüge der Welt mit seinen eigenen, ganz  logischen  Mitteln  an  seine  Grenzen.

Veronika Schöne

"Malerei"

Carsten Weitzmann
"Malerei"

Eröffnung 29.02.2004

mehr lesen

Carsten Weitzmann
"Malerei"

Eröffnung 29.02.2004

"Blickfelder-Augenweiden"

Günter Malchow
"Blickfelder-Augenweiden"

November 2003 bis Februar 2004

mehr lesen

Günter Malchow
"Blickfelder-Augenweiden"

November 2003 bis Februar 2004


Auszüge aus der Eröffnungsrede zur Ausstellungseröffnung am 01.11.2003 von Frau Dr. Gail Kirkpatrick:


"Wie definieren sich die Gegenstände, mit denen wir es hier in der Ausstellung zu tun haben? Sind es Gemälde oder vielleicht Zeichnungen - immerhin sind fast alle Arbeiten aus Papier - oder werden wir mit Plastiken konfrontiert?" Eindeutig kann man diese Frage nicht beantworten - denn Malchow hat durch seine neuen Werke mehrer gattungsbestimmende Eigenschaften assimiliert. Es sind Kunstwerke, die die Zweidimensionalität des Zeichnerischen, die Planimetrie der Leinwand und die Dreidimensionalität des Plastischen in einem einzelnen Objekt reflektieren und zu einer harmonisierenden, jedoch spannungsgeladenen Einheit führen.

(...)

Wenn man Vergleiche für Malchows Kunst aus der jüngeren Kunstgeschichte sucht, denkt man automatisch an Frank Stella. Er war einer der ersten Maler in den 60er Jahren, der seine Bilder als autonome Bilder im Raum verstand. Sogar die formelle gemalte Strukturierung der Oberfläche folgte unregelmäßigen geometrischen Formen des Bildträgers. Das Bild und sein Träger wurden eins. Malchow steht mit seiner künstlerischen Position in dieser Maler-Tradition.

(...)

Günter Malchow spielt in seiner Kunst ein (...) Spiel mit unserer Wahrnehmung - mit unserem System der visuellen Kategorisierung. Seine Kunstwerke ähneln ja den formellen und strukturellen Eigenschaften einer Gehry-Architektur. Auch Malchows Kunst ist eine visuelle Metapher für das menschliche Verlangen nach einer überschaubaren verständlichen Strukturiertheit, die jedoch stets durch die Überschaubarkeit zeitgenössischer Realität in Konfrontation steht. Die Wahrheit unserer Zeit, die Wahrheit von Malchows Kunst ist durchdrungen von einer kühn kalkulierten Ambivalenz. Seine neuen Kunstwerke - um meine Frage vom Anfang doch etwas zu beantworten - sind weder Zeichnungen noch Gemälde, noch Plastiken . Sie sind hochkomplexe Gebilde. Sie sind Zeichnungen, die sich in einer architektonischen Dimension entfalten. Sie sind schön, unmittelbar präsent, aber auch rätselhaft.

"35 Jahre Galerie Steinrötter"

Johannes Vennekamp
"35 Jahre Galerie Steinrötter"

Februar 2001

mehr lesen

Johannes Vennekamp
"35 Jahre Galerie Steinrötter"

Februar 2001