UWE BREMER

Vita

Dem kräftigen Mädchen, dem die junge Mutter am 16. Februar 1940 im thüringischen Bischleben das Leben schenkte, folgte, von der Gebärenden unerwartet, nach 15 Minuten ein zarter Bube: unser Verf. (U.Bremer). Die ersten 9 Jahre widmete er dem Studium der heimischen Natur sowie ersten Mal- und Schreibversuchen.

Vom Schicksal 1950 nach Berlin verschlagen, wurde lustlos die begonnene schulische Ausbildung fortgesetzt und staunend mit der westlichen Lebensart Bekanntschaft gemacht.

1951 verließ man die Metropole und begab sich ins feuchtkalte Klima der Hansestadt Hamburg. Dort, nach dem vorzeitigen Ende einer verregneten Schulzeit, beschloss der Verf. Kunstmaler zu werden. Ein ungeliebtes Studium, ein einsamer Aufenthalt in der unwirtlichen Tiefe der schwedischen Wälder, wo sich der Verf. der Erforschung der Wildnis und der in ihr lebenden Arten widmete, während er sich das Nötigste durch das Fällen von Bäumen erwarb, sowie zahlreiche anderweitige Abenteuer und Fährnisse mussten bestanden werden, bevor er - an Leib und Seele gleichermaßen gestählt - seine Schritte wieder nach Berlin lenkte.

Hier begegnete ihm 1963 ein dicker Mann,der im Begriff war, zusammen mit drei Kumpanen eine Druckwerkstatt zu gründen. Diese Gemeinschaft, zu der bald auch der Verf. gehörte und die den Namen "Werkstatt Rixdorfer Drucke"' trug, sollte im folgenden Wesentliches zum Kulturleben der Republik sowie zum wirtschaftlichen Wohlergehen wahlloser Wirtsleute beitragen. Es entstanden zahlreiche Holzschnitte, und der Verf, der inzwischen Eigner einer Radierpresse geworden war, übte sich - nicht ohne Erfolg - auch in dieser Kunst.

1973 vergrub er sich im niedersächsischen Gümse, umgab sich mit allerlei Getier sowie, seinen engsten Angehörigen (er hatte längst eine Familie gegründet) und begann in dieser idyllischen Umgebung seine schwarze Bildwelt zu zelebrieren. Vielfältige Ölbilder, Radierungen, Aquarelle, Skulpturen und dergleichen Kunststücke sowie Mappen- und Buchwerke legen Zeugnis ab von einer Tätigkeit, die auch in mancher Ausstellung gewürdigt wurde.

Einzelausstellungen

  1. Ausstellungen seit 1963 u. a.:

  2. Ladengalerie, Berlin

  3. Galerie Löhr, Frankfurt

  4. Galerie Hammer, Berlin

  5. Overbeck Gesellschaft, Lübeck

  6. Galerie miniature, Berlin

  7. Galerie Kress, München

  8. Galerie Prisma, Kopenhagen

  9. Holstebro Kunstmuseum

  10. Galerie Moderne, Silkeborg

  11. Galerie Leger, Malmö

  12. Galerie ,,die insel", Worpswede

  13. Kunstverein Braunschweig

  14. Galerie 2000, Berlin

  15. Galerie Steinrötter, Münster

  16. Galerie Schmücking, Braunschweig und Basel

  17. Galerie Niedlich, Stuttgart

  18. Galerie Brockstedt, Hamburg

  19. Galerie Niepel, Düsseldorf

  20. Galerie Vonderbank, Frankfurt

  21. Galerie Nickel, Nürnberg

  22. Galerie Hartmann, München

  23. De bla Galeri, Oslo

  24. Krakeslätt Galeri, Bromölla

  25. Kestner Gesellschaft, Hannover

  26. Rosenbach, Hannover

  27. Goethe Institut, New York und Paris

  28. Galerie Hilger, Wien

  29. Gallery of Grafic Art, New York

  30. Galerie Schäfer, Gießen

  31. Galerie Karlchen, Kampen

  32. Galerie Birn, Paris

  33. Galerie Infeld, Wien

  34. Oldenburger Stadtmuseum

  35. Kunstverein Salzgitter

  36. Rupertinum, Salzburg

  37. Kulturhaus, Graz

Uwe Bremer: "Aviatika. FLUG + TRUG. Ordnung und Entropie."

HETEROTISCHER FUTURISMUS

Der Heterotische Futurismus ist die Kunstrichtung, die in der Gewißheit um das ständige Anwachsen der Entropie im Universum ihren Ursprung hat.

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Vertreter des heterotischen Futurismus nennen sich Entropisten. Der quantentheoretischen Unschärferelation begegnet der Entropist mir scharfgezogenem Pinselstrich. Ein heterotisches Kunstwerk ist ein Abnäher am Busen des sich stetig verfilzenden Gewebes der Raumzeit.

Die Vergangenheit ist dem Entropisten gegenwärtig.
Der Zukunft enteilt er durch Schleusen in imaginärer Zeit.

Der Entropist schätzt Singularitäten.
Schwarze Löcher sind seine Gehäuse.
Seine Fesseln sind kosmische Strings.
Sein aviatorischer Weg folgt der Krümmung des Raumes.

Zweiflern begegnet der Entropist mit fraktalem Stolz.

Der heterotische Futurismus ist die Aufsummierung von Möglichkeiten auf dem Sperrholz der kosmischen Hintergrundstrahlung.

Uwe Bremer

Aus:
Uwe Bremer:
"Aviatika. FLUG + TRUG.
Ordnung und Entropie."

Mappenwerke:

1965  |  ,,Briefwechsel Frankenstein"
1966  |  ,,Striptease"
1967  |  ,,Curiosa der Galaxis"
1968  |  ,,Die Philosophie im Boudoir" Merlin Verlag; ,,Der Mensch", Verlag Kress, München
1970  |  ,,Vierte Dimension", Verlag ,,die insel", Worpswede
1972  |  ,,Dracula et cetera", Verlag Rosenbach, Hannover
          |  ,,De Mutantis", Verlag Galerie Brockstedt, Hamburg
1974  |  ,,Para-phrasen", Verlag Galerie Rosenbach, Hannover
1976  |  ,,Atlantis", Verlag Galerie Schmücking, Braunschweig
1976  |  ,,Die Heimholung des Hammers", Galerie Hilger, Wien
1979  |  ,,Die schwarze Kunst", Galerie Brockstedt, Hamburg
1982  |  ,,1ste Sonnencyclopaedie", Verlag Hilger, Wien

Bei uns auf Lager
"Die Nacht des Messers"  |  "Dracula, Frankenstein & Compagnie"  |  "Tümmlers Traum"

Grafik, bei uns auf Lager
"Trächtige Androidin"  |  "HokusPokus"  |  "Und Zeit betreffend"

Die "Curiosa der Galaxis" kann für 25 Euro sofort bei der Galerie bestellt werden. Die anderen Werke natürlich auch, auf Anfrage. Schreiben Sie uns eine Mail oder rufen Sie an (0251-44400).

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